KONZERT // Sa. 10.10.2026 // 19:30h „Kunstlieder aus Lateinamerika: zeitgenössische Komponist:innen und ihre Vorgänger:innen“ // KAMMERMUSIK FÜR SOPRAN UND SECHS SOLISTEN

Exklusives Gastspiel im o-ton:

Kunstlieder aus Lateinamerika:

ein Programm aus Welt- und Deutschlandpremieren mit Musik von:

C. Sofia Alvarez • Tomas Brantmayer • Dinora de Carvalho • A. García Caturla • Carlos Chávez • R. Marino Arcaro

Unter der Leitung des Komponisten Rafael Marino Arcaro bringen die Sopranistin Hannah Dienes-Williams und das Ensemble Utak ein  außergewöhnliches Konzert nach Deutschland, das vollständig aus Uraufführungen besteht und ein Jahrhundert lateinamerikanischer Musik zwischen 1927 und 2026 umspannt. Werke aus Brasilien, Chile, Peru, Kuba und Mexiko verbinden frühen Modernismus mit zeitgenössischen Stimmen in einer generationenübergreifenden kulturellen Begegnung.

Zwei Liederzyklen der brasilianischen Komponistin Dinorá de Carvalho (1895–1980), neu arrangiert für Sopran und Ensemble, verfolgen ihre Entwicklung vom Modernismus hin zu einer markant individuellen atonalen Sprache. Die Lieder von A. García Caturla (1906–1940) entstanden nach seinem Studium bei Nadia Boulanger in Paris und sind geprägt von rhythmischer Vitalität und kühner Harmonik im Zeichen des Afrokubanismus. Carlos Chávez’ Invention III (1967) für Soloharfe bietet einen eleganten Einblick in eine geheimnisvolle Welt. Neuere Werke des chilenischen Komponisten Tomás Brantmayer und der peruanischen Komponistin Sofía Alvarez setzen diese Linie in die Gegenwart fort: Brantmayer greift auf Melodien der indigenen Yaghan-Gemeinschaft zurück, während Alvarez die Resonanz des Klangs selbst erforscht – eine zeitgenössische Neubetrachtung des Mantra-Gedankens. Im Zentrum steht die Uraufführung von ‚what i learned from manoel de barros: / o que aprendi com manoel de barros:’, Marino Arcaros Vertonung von Manoel de Barros’ Gedichtband aus dem Jahr 1998. Dieses neue Werk verwandelt die Sprache des Dichters – geprägt von Fragilität – in eine kühne vokale Klanglandschaft und macht die stilleren ländlichen Regionen Brasiliens erfahrbar.

Kunstlieder aus Lateinamerika

Konzertbeginn: 19.30h

Einlass: 18:30h

Eintritt: 28€ (Normalpreis – Solidarpreis)

Ermässigt: 10€ (Ermäßigung – ohne Nachweis!)

Kostenlos: begrenzt auf 5 Plätze (ohne Nachweis!)

Vorreservierung per mail wird dringend empfohlen:

 kontakt@o-ton.koeln

Tickets nur an der Abendkasse

Gefördert durch den Deutschen Musikfonds
o-ton Studio & Konzertsaal

Dinorá de Carvalho (1895–1980) [arr. Marino Arcaro]
suite der späteren werke: anguish fire water, op.26b (arr. 2025-26)
drei Stücke, komponiert zwischen 1963 und 1972, für Sopran und sechs Solisten *

Tomás Brantmayer (1992–)
Mamihlapinatapai (2022)
für Flöte, Harfe und Viola **

Sofía Alvarez (1991–)
M.A.N.-T.R.A. 5.0 (2023)
für Violine und Viola **

Dinorá de Carvalho [arr. Marino Arcaro]
suite der volksweisen: play sleep / sleep play, op.26a (arr. 2025-26)
vier Stücke, komponiert zwischen 1948 und 1955, für Sopran und sechs Solisten *

R. Marino Arcaro (1990–)
what i learned from manoel de barros: / o que aprendi com manoel de barros:, op.28 (2026)
for Sopran und sechs Solisten * [MusikFonds-Auftragswerk]

Carlos Chávez (1899–1978)
Invention III (1967)
für Soloharfe **

A. García Caturla (1906–1940) [arr. Marino Arcaro]
zwei afrocubanische lieder, wwo.5 (arr. 2026)
zwei Lieder, komponiert zwischen 1927 und 1931, für Sopran und fünf Solisten *

* Weltpremiere
** Deutschlandremiere

Rafael Marino Arcaro

Der brasilianische Komponist Rafael Marino Arcaro, der zwischen Berlin und London lebt und arbeitet, erhielt Aufträge vom London Symphony Orchestra und dem London Philharmonic Orchestra, die seine Werke auch zur Uraufführung brachten. Als ehemaliger Student George Benjamins spiegelt seine Musik sowohl seine ländliche Kindheit im Bundesstaat São Paulo als auch die Auseinandersetzung mit seiner brasilianischen künstlerischen Identität wider.

Rafael ist derzeit einer der Finalisten des 80. Internationalen Kompositionswettbewerbs des Concours de Genève 2026

Brazilian composer Rafael Marino Arcaro, based between Berlin and London, has been commissioned and premiered by the London Symphony Orchestra and the London Philharmonic Orchestra. A pupil of George Benjamin in London, his music reflects his rural upbringing in São Paulo and an exploration of Brazilian artistic identity.

Rafael is currently one of the finalists in the 80th Concours de Genève Internationational Composition Competition 2026.

Hannah Dienes-Williams

Die britische Sopranistin Hannah Dienes-Williams ist spezialisiert auf zeitgenössische Musik

Hannah die europaweit als Solistin und Ensemblesängerin tätig ist schloss ihr Masterstudium an der Royal Academy of Music mit Auszeichnung ab, wo sie für ihr Abschlusskonzert mit dem DipRam, dem Edlee-Preis für Gesang sowie dem Edwin-Samuel-Dove-Preis ausgezeichnet wurde, der aus dem gesamten Akademiestudium ausgewählt wurde.

Ab 2026 ist sie „Equilibrium Young Artist“, gefördert von Barbara Hannigan.

Zu ihren zukünftigen Engagements zählen eine Deutschlandtournee mit einer eigens für sie komponierten Uraufführung, zwei neue Solokonzerte sowie eine Rückkehr zu den Salzburger Festspielen mit Cantando Admont und PHACE.

Hannah Dienes-Williams is a London based soprano working across Europe as a soloist and ensemble singer, specialising in contemporary music.

She graduated with Distinction in her MA from the Royal Academy of Music, where she was awarded the DipRam for her final recital, the Edlee Prize for Singing and the Edwin Samuel Dove Prize, selected from the whole of the Academy. From 2026 she is an Equilibrium Young Artist, sponsored by Barbara Hannigan.

​Future engagements include a tour of Germany featuring a premiere written for her, two new solo shows and returning to Salzburger Festspiele with Cantando Admont and PHACE.

Ensemble Utak

Das in Berlin ansässige Ensemble Utak (Flöte, Viola, Harfe) ist bekannt für seinen feinsinnigen, lebendigen Klang und seine ideenreiche Programmgestaltung.

2024 wurde Ensemble Utak in die Young Ensemble Academy des Ensemble Modern aufgenommen. Gemeinsam mit Gastsolisten an Gitarre, Violine und Violoncello wird dieses besondere Konzert auf deutsche Bühnen gebracht.

Ensemble Utak is an emerging young trio, exploring old and new repertoire for the unique combination of flute, viola and harp. Formed in Berlin during their studies, the group quickly bonded over their shared interest in similar musics. They made their debut in 2022 with a recital as part of Berlin’s ‘Groupmuse’ series, with a program that alternated between trio works and solos, a signature format they continue to embrace.
This unique approach allows listeners to experience the individual sound worlds of each instrument while also appreciating the rich interplay of the trio.

Rafael Marino Arcaros Violinkonzert, Op. 14, (Kate Oswin – Violin) wurde 2022 vom London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Brett Dean in der Queen Elizabeth Hall in London uraufgeführt. Weitere Musik von Marino Arcaro ist hier zu finden

@