Seit den 1970er Jahren hat Christof Lauer in den unterschiedlichsten Formationen seine Virtuosität, Originalität und Vielseitigkeit auf seinem Instrument, dem Saxophon, demonstriert, ob im Duo, Trio, Quartett, Quintett oder bei der NDR-Bigband.
Mit der am 22.05.2026 erscheinenden Solo-Saxophon-Einspielung Odyssea Sonorum, seit mehr als zehn Jahren die erste unter seinem eigenen Namen, betritt Lauer ein für ihn neues Terrain. Ohne instrumentale Begleitung kreiert er mit Tenor- und Sopransaxophon einen Klangraum, den er ganz allein musikalisch gestaltet. Das Album enthält Liveaufnahmen aus einer Konzertreihe, die Christof Lauer zusammen mit der Jazz-Initiative Frankfurt 2019 ins Leben gerufen hat.
Alle Konzerte wurden mitgeschnitten, und letztendlich entschied sich Lauer für drei Stücke aus dem Jahr 2025 mit insgesamt 52 Minuten Laufzeit. Sie kommen gänzlich ohne thematischen Rahmen aus, sind rein spontan entstandene Improvisationen. Dabei sind sie alles andere als Monologe eines großen Musikers, sondern vielmehr musikalische Zwiegespräche mit sich selbst, den im Kirchenschiff resonierenden Tönen und dem Publikum vor Ort. Spontaneität im Spiel setzt Risikobereitschaft voraus. Ein Teil des Reizes dieser Konzertreihe, den das Publikum bei jedem Ton spürt. „Es hat für mich einen besonderen Reiz in dem weiten Kirchenraum zu spielen“, sagt Christof Lauer“, „Aus dem Moment heraus entsteht eine Klang- und Motivreise, auf die ich meine Zuhörer mitnehmen will.“
